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Projekt: MFH Altburg

Projekt Beschreibung

Altburg ist ein Weiler östlich der Gemeinde Regensdorf. Noch etwas weiter östlich befindet sich der Katzensee. Inmitten der Agglomeration von Zürich darf der Weiler Altburg als Idyll bezeichnet werden. Zweigt man vom Nordring bei Regensdorf ab, befindet man sich innerhalb von 10 Minuten in einer anderen Welt, respektive im Weiler Altburg.

Der Weiler Altburg zählt vielleicht 20 Häuser. Fünf davon durften wir zusammen mit drei Bauherrschaften erstellen. Zusammengearbeitet haben wir mit einer Generalunternehmung und einer ortsansässigen Treuhandfirma und einem privaten Auftraggeber aus der Region Zürich.

Die Gebäude ersetzten zum Teil Bauten aus der Jahrhundertwende, die aus bautechnischen Gründen nicht erhalten werden konnten. Zum anderen Teil handelt es sich um Neubauten, die den vorhandenen Gebäuden des Weiler volumetrisch gleichen. Die Denkmalpflege des Kantons Zürich legte grossen Wert auf eine nachhaltige Siedlungserweiterung und eine harmonische Integration in die gegebene Weilerstruktur.

Unser Gestaltungs- und Konstruktionskonzept basiert auf den Grundlagen des beginnenden 20. Jahrhunderts, die Zeit, als die Ökonomiegebäude rund um die Altburg entstanden. Jedes Gebäude besteht aus einem zweistöckigen Grundkörper mit Satteldach um 40° Neigung. Die Gebäudetiefe beträgt ca. 8.5 Meter, also zweimal ca. 40 - 45 Meter Spannweite, so viel wie es bei früheren Ökonomiegebäuden machbar war, ohne gleich einen Ingenieur beiziehen zu müssen. Um den heutigen Bedürfnissen des Wohnens nachkommen zu können, weisen alle Gebäude einen „Rücken“ von 3.0 - 6.0 Meter Tiefe aus. Damit können die Gebäude vom Volumen her grösser ausgebildet werden, ohne dadurch die bestehenden Bauten des Weilers zu konkurrenzieren. Dieser Rücken ist unterschiedlich, nach Bedürfnissen entweder mit beheizten Räumen oder gegen aussen offenen Räumen bestückt. Das Dach des obersten Geschosses wiederum kann als Terrasse für die Dachwohnungen genutzt werden. Die Grundrisse sind entsprechend den Anforderungen der Auftraggeber völlig unterschiedlich ausgefallen: Von grosszügige Eigentumswohnungen mit individueller Aussenraumnutzung über ökonomische, optimierte Wohnungen bis hin zu Mietwohnungen findet sich ein interessanter Mix an Wohnräumen an dieser Lage.

Bezüglich architektonischer Erscheinung arbeiten wir mit wenigen Materialien und Farben, um eine gute Integration in das gegebene Siedlungsbild zu erreichen. Formen und Strukturen hingegen ändern wir von Haus zu Haus, ebenso sekundäre Gestaltungselemente wie Fensterstoren, Zargen und Läden.

Dieses Konzept der Dringlichkeit erlaubt jedem Bauherrn im Rahmen der Grundstruktur und Erscheinung in räumlicher, aber auch gestalterischer Hinsicht mitzuarbeiten.

Projekt Daten

Region
Region Zürich
Bauweise
Holz, Verputz
Projekt Stand
realisiert